Sonntag, 16. April 2017

16. April 2017

Ganymeds Kastration hat bei uns anfangs Schwierigkeiten verursacht.
Ein paar Wochen nach der OP ließ ich sie nicht mehr an meine Kongs ran und behandelte sie wieder wie einen kleinen Hundebuben.
Sie war sehr enttäuscht und hat nicht verstanden, warum das so ist und wurde zeitweise richtig grantig auf mich.
Sie ist ja trotzdem eine Alpha-Hündin, aber noch nicht fertig entwickelt, und die blöde Kastration hat einen hormonellen Entwicklungsstop gesetzt.
Man hat es dann mit einem Trick versucht, der funktioniert hat.
Man gab ihr Alpha-Futter, also mehr Eisen und Zink. Seitdem riecht sie für mich wieder wie meine Alpha-Gattin und es ist alles so wie früher; nur intensiv schmusen tun wir nicht mehr, nur noch bissi kuscheln.
Man bedauert die Kastration sehr, aber es gab keine Alternative...

wieder glücklich vereint

Am Anfang der Karwoche hat uns die Waffi einen Schock versetzt.
Sie hatte einen Schwächeanfall und konnte nicht mehr aufstehen.
Man kannte das von den eigenen Großeltern - normalerweise läutet das das natürliche Ende ein - das Immunsystem gibt auf und nach wenigen Tagen hat sich eine Mords-Lungenentzündung oder ähnliches entwickelt.
Die Waffi wird heuer 13, ist also saualt. Sie hat dann auch nix mehr gefressen.
Traurig hat man schon Abschied von ihr genommen und auf das Ende in wenigen Tagen gewartet.
Inneralb von 24h wuchs an Waffis Ellenbogen ein faustgroßer, saftelnder Tumor und auch sonst schien das Immunsystem nicht mehr zu funktionieren.
Aber man hat Waffis Sturheit und die Macht eines Hunderudels unterschätzt.
Sie bestand am nächsten Morgen darauf, gemeinsam mit uns zu frühstücken. Sie selbst hatte keinen Appetit, aber sie wollte wie immer dabei sein. Mehr tragend als nur unterstützend wurde sie also in die Küche gebracht, da sie selbst immer wieder hinfiel und nicht gehen oder aufstehen konnte.
Sie wollte unbedingt leben und noch nicht von uns gehen!
Also hat man alles lebenserhaltende eingeleitet, was möglich war.
Zunächst gab es mal mehrere Dosen B-Vitamine, um das Nervensystem hochzuputschen.
Dann hat man den Tumor lokal betäubt und mit Wasserstoff behandelt - binnen 2 Tagen war er um die Hälfte geschrumpft. Der Rest war Psychologie vom Rudel und Waffis Wille.

Hier passe ich auf die kranke Waffi auf
Heute ist Ostersonntag.
Die Waffi kann wieder gehen, frisst ordentlich und der Tumor ist auf ein Minimum geschrumpft.
Die Waffi hat sich, wie immer, durchgesetzt.

Unser Pflegekind ist noch bei uns. Wir sehen uns nur über das Fenster, haben sonst keinen Kontakt, weil der Rasti ja auch nicht bei uns bleiben, sondern zum Franzi kommen wird.
Jedenfalls wünschen wir allen Frohe Ostern!