1. Mai 2018
Heute möchte ich mein Kulinarium vorstellen - Fressen ist das wichtigste im Leben eines Hundes!
Da wir ja nach Montecanissori erzogen sind - was so viel bedeutet wie dass wir gar nicht erzogen sind - haben wir auch beim Essen alle Freiheiten und sind vom Menschen fast unabhängig.
Wir Hunde haben an verschiedenen Stellen den ganzen Tag freien Zugriff auf Essen. Meist bin ich derjenige, der das Essen austeilt, aber auch Selbstbedienung wird öfter beobachtet.
Zunächst einmal meine Kulinarien auf dem Eiskasten:
 |
| ich vor der Vorratskammer Nummer 1 |
 |
| das heutige Angebot |
Auf dem Eiskasten befinden sich immer hartgekochte Eier, Bananen und Äpfel - alles bei uns sehr beliebt. Die Bananen essen wir erst, wenn sie braun sind.
Manchmal auch Paradeiser, Marillen, Orangen oder kernlose Weintrauben.
Die Kiwis im Bild mag nur der Isegrim, die Zitronen mag keiner, die hat man sich selbst dort hingelegt.
Anbei meine zweite Vorratskammer:
 |
| mein zweites Reich |
Hier gibt es immer Trockenfutter (manchmal auch gutes teures, aber da ist man oft knausrig), getrocknete Semmeln, Brot und Getreideflocken zur freien Entnahme.
Die dritte Vorratskammer gibt es nur im Sommer:
 |
| die Sommervorratskammer |
 |
| Ich liebe Paradeiser! |
Hier befinden sich diverse Kräuter (ich liebe Minze!) und meine Paradeiser.
Ich möchte hinzufügen, dass ich nur die reifen ernte, die grünen schmecken mir nicht.
Mein Bruder Isegrim teilt meine Leidenschaft für Paradeiser, die Damen des Rudels sind da eher zurückhaltend.
Der Vollständigkeit halber muss jetzt noch ergänzt werden, was denn so gefüttert wird.
Als Welpe bekam ich ja immer Frühstück. Ich habe darauf bestanden, dass das beibehalten wird. Somit bekommen alle Hunde meines Rudels Frühstück.
 |
| unser Frühstück |
Das Frühstück besteht zumeist aus Topfen oder Sauerrahm oder Schlagobers, dazu Eier oder Bananen und oft auch Kalbs- oder Rindsknochen.
Zum Nachtmahl hauen wir so richtig rein. Zumeist wird gekocht, weil das billiger ist.
Verbilligtes Fleisch (bevorzugt Bio) mit Reis, Nudeln, Brot, Gemüse, Obst und sonstigen Resten - also Sautrog.
Oder ein ganzes, verbilligtes Huhn für jeden Hund.
Manchmal auch Dose mit Trockenfutter.
So sieht also ein typisches Nachtmahl aus:
 |
| manchmal gibt es Rohware.. |
 |
| ..oder es wird Pampe gekocht, hier mit Nudeln, Schwarten, Faschiertem, Hendlleber und Brot |
Jetzt denkt sich der geschätzte Leser sicher "Warum sind die Hundsviecher denn nicht fett wie Nilpferde?"
Nun, zunächst einmal - wir bewegen uns sehr viel. Das liegt daran, dass wir ein echtes Rudel sind und uns untereinander und nicht am Menschen orientieren, wir brauchen also keinen Menschen als Bespasser, sondern animieren uns gegenseitig zum Spielen.
Man war vor allem beim Rasti, der ja hungernd aufgewachsen ist und daher sehr diebisch veranlagt ist, und beim mega verfressenen Isegrim sehr gespannt, ob es denn mit denen auch funktionieren würde oder ob besagte Nilpferde entstehen würden.
Und da muss ich als Hund ganz ehrlich zugeben: Wir Hunde sind Kleptomanen, es macht nur Spass zu stehlen, wenn es verboten ist.
Wenn das Futter ganztägig zur Verfügung steht, holt sich zb der Isegrim gerne hin und wieder eine Semmel oder Kiwis, der Rasti mag vor allem Bananen, Semmeln und gekochte Erdäpfel.
Äpfel werden vom Eiskasten geholt mit der Bitte, selbige aufzuschneiden, da sie anders offensichtlich nicht schmecken.
Jedenfalls funktioniert es sogar bei einem Shelter-Hund und dem verfressenstem Hund der Welt.
Und für mich ist es optimal, weil es meine Rolle als Rudelführer bestärkt und ich mich dadurch autark fühle.