Mittwoch, 30. August 2017

30. August 2017

Es ist 1:15 und der Isegrim hat sein erstes Ohr aufgestellt.





29. August 2017


Die Waffi war eine sehr fürsorgliche und genaue Nanny.
Sie achtete stets darauf, dass die Kinder sauber sind, genug schlafen, ordentlich essen und dass unser Spielzeug geordnet ist.

Waffi und ich


Wenn sich eines der Kinder schlecht benahm, also etwas gestohlen oder kaputtgemacht hat, hat sich die Waffi in Grund und Boden geniert.

Beim Rasti aus Bosnien ist das etwas anders.
Kaum dass die Tür zur Küche offen ist, geht er mit dem Isegrim "wos aufstön" - man besorgt also illegale Ware für die eigene Nutzung.
Hauptsächlich Nahrungsmittel, aber auch Strumpfhosen für Zerrspiele oder Schuhe als Kauwerkzeug sind sehr beliebt. Wird nichts brauchbares gefunden, wird der Mistkübel ausgekippt.
Dem Rasti ist es auch herzlich wurscht, ob der Isegrim sauber oder artig ist. Kämpfen muss er können!
Dem Isegrim taugt das aber unheimlich. Wenn ihm was nicht passt, kann er sich außerordentlich gut wehren.
Momentan ziehen die beiden jedenfalls als Gaunerbande durchs Haus und haben einen Dauergrinser am Gesicht.
Ob aus dem Isegrim je ein anständiger Hund wird, kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen


Rasti und Isegrim beim Schmusen
Rasti mag nicht gefilmt werden, kein Wunder bei dem Vorstrafenregister 


Ich jedenfalls hab mir heute wiedermal eine Auszeit am Bach gegönnt.





Freitag, 25. August 2017

24. August 2017

Unser Bruder Isegrim hat immer noch - wie auch schon beim langen Elend - interessante Essgewohnheiten.
Erstens ist er ein ausgiebiger Frühstücker. Das sind/waren wir alle nicht. Wir wollten und wollen in der Früh nur einen kleinen Happen.
Der Isegrim ist frühmorgens dem Hungertod so nahe, dass er auf eine Riesenportion besteht.
Tischmanieren hat er immer noch nicht. Wenn er nicht eingesaut ist, hat ihm das Essen nicht geschmeckt.

Topfenfrühstück

Topfenbild I

Topfenbild II

Topfen und anschließend Kalbsknochen

puh! satt!

Mit dem Rasti ist der Futterneid zum Glück wirklich gar kein Problem, der is überhaupt nicht neidig oder so. Man ist zwar immer noch vorsichtig - zumindest bis der Isegrim ein bissi größer ist - aber prinzipiell ist alles komplett sicher



Rasti und Isegrim

20. August 2017

Ich weiss genau, was in meinem Revier vor sich geht, und man kann mich da nicht für blöd verkaufen.
Daher weiss ich auch ganz genau, dass man wiedermal einen Welpen eingeschleust hat. Ich riech sowas.
Zunächst hatte ich ja die Befürchtung, dass das einer vom Nachbarrudel ist und war dementsprechend hysterisch.
Und als die Ganymed und ich im Arbeitszimmer waren, konnten wir durch die Glastür schon das kleine Ding durch die Küche flitzen sehen.
Wir haben mega Lärm gemacht, damit der kleine Scheißer wieder abhaut und dorthin zurück geht, wo er hergekommen ist.
Aber der Kleine kam näher (!) und setzte sich seelenruhig, mit dem Rücken an die Glastür gelehnt hin.
Das gab uns die Möglichkeit, ihn geruchsmäßig genauer abzuchecken.
Man hörte uns also durch den Türspalt durchschnaufen und nach wenigen Sekunden war der Fall geklärt: es war unser Bruder!
Die Ganymed setzte sich lächelnd hin und war zufrieden (was sie ja selten ist), ich nahm wieder den Kong und forderte den Kleinen zum Spielen auf.
Herzig isser, unser Bruder Isegrim.

Isegrim, der coole

wir lauern hinter der Tür



Was zwischen Isegrim und Rasti ablief, hat man auf facebook dokumentiert.
Da ich ja nicht dabei war, übertrage ich die Schilderungen hierher:

Da der Rasti sehr fotoscheu ist und ich die Situation nicht stören wollte, gibt es leider noch keine Fotos. 
Meine Vermutung, dass der Rasti ein Nanny-Hund ist, war jedenfalls richtig. 
Gestern hatte er noch Angst vor dem fremden, kleinen Isegrim. Mittlerweile haben sich Rastis Instinkte eingeschalten.
Statt einer Begrüssung oder vorsichtigen Annäherung hat er dem Hundekind den Hintern und die Ohren geputzt. Dann hat er den Bauch massiert, damit das Hundekind aufs Clo geht.
Einfach perfekt! So etwas kann man als Mensch nicht ersetzen. Die Waffi wäre sehr stolz auf den Rasti.



Folgendes hat sich gestern wirklich so bei Rasti und Isegrim zugetragen:
Der Rasti kommt ja aus einer Tötungsstation, wo er u.a. auch Hunger litt, daher ist Fressen für ihn ein sehr zentrales Thema.
Für mich war daher klar, dass der Isegrim und der Rasti getrennt fressen werden, damit es beim Rasti zu keinem Futterneid und damit verbundenen Konflikten kommt.
Also wurde gestern getrennt gefüttert.
Der Isegrim hatte aufgegessen und durfte wieder in Rastis Zimmer. 
Der Rasti hatte seltsamerweise nicht fertig aufgegessen (macht er sonst immer) und mir war nicht ganz wohl, weil das Restfutter in Rastis Schüssel ein großes Konfliktpotential darstellt.
Sofort ging der Rasti zu seinem Schüsserl und schlabberte laut herum. Der Isegrim wurde neugierig und folgte zum Schüsserl. Da wich der Rasti zurück, damit der Isegrim essen konnte.
Er hatte ihm mit Absicht was übriggelassen, da er nicht mitbekommen hatte, dass der Isegrim bereits gegessen hatte.
Also sass der Rasti grinsend wie ein stolzer Papa neben dem essenden Hundekind und strahlte über das ganze Gesicht. Als das Hundekind fertig war, wurde es fachgerecht geputzt und anschliessend zum Spielen verpflichtet.



Dass das Hundekind aus dem Alter, wo es geputzt wird, draußen ist, hat der Rasti mittlerweile dann doch auch gemerkt und bringt ihm jetzt stattdessen das Raufen und Zerren bei.


Sonntag, 20. August 2017

19. August 2017

Heute hat man den Isegrim geholt.

Isegrim kuschelt beim langen Elend

Damit der Isegrim während der Fahrt sicher ist, wurde er in eine Transporttasche gesteckt.
Das hat ihm nicht sonderlich gepasst.

Wir Welpen lernen beim langen Elend vieles über unsere Rechte.
So auch der Isegrim.
Kaum war man 5km gefahren, begann er wie ein Vollprofi alle 200 kleingedruckten A4 Seiten des Welpenrechts auswendig herunterzujammern.
Als man dies ignorierte, machte er den Verschluss der Tasche kaputt und steckte seinen Kopf raus.
Man blieb also bei einem Parkplatz stehen, um den Grad der Frustration des Welpen einschätzen zu können. Doch er wirkte einfach nur grantig, nicht ängstlich oder so.
Also wurde die Fahrt mit Welpenkopf-schaut-aus-der-Tasche fortgesetzt.
Wieder begann der 200 Seiten Vortrag über das Welpenrecht. Nur dass der Vortragende diesmal bei Seite 2 einschlief.

Zu Hause angekommen, wurde zum Rasti ein vorübergehender, provisorischer Zaun errichtet, um die Situation einschätzen zu können.


Der Rasti war hysterisch, aber nicht agressiv, der Isegrim souverän wie immer.
Schlussendlich schlief dann der Isegrim auf dem Bett und der Rasti unter dem Bett.






Samstag, 19. August 2017

13. August 2017

Der letzte Besuch beim Isegrim, denn in einer Woche kommt er schon zu uns.




Hier studiert der Isegrim mit unserem Stiefbruder eine Hip-Hop Choreo für den Abholtag ein

Isegrim mit unserem Bruder Falco

10. August 2017

Wir haben einen Gartenpool bekommen!
Bisher hatten wir ja nur das Planschbecken auf der Terrasse, mittlerweile werden wir aber luxuriöser ausgestattet.
Anbei ein paar Fotos unseres neuen Amusements.



die Calzi ist die mutigste, sie taucht sogar darin nach Kongs





Und wie man (nicht) deutlich sieht, geht sogar die Ganymed ins Wasser.

Donnerstag, 3. August 2017

3. August 2017

Es gibt zum Glück nicht viel neues.
Das Nachbarrudel hat noch nicht unser Revier übernommen.
Der Isegrim wächst in einem unglaublichen Tempo und wird in 2,5 Wochen zu uns kommen.
Da der Rasti die natürliche Rudelstellung Nanny mit Alphaqualität hat, wird er bei Isegrims Erziehung mithelfen. Man glaubt nämlich nicht, dass man das so gut wie ein Hund hinbekommt, dass der Isegrim dann perfekt rudelfähig wird.