Freitag, 25. August 2017

20. August 2017

Ich weiss genau, was in meinem Revier vor sich geht, und man kann mich da nicht für blöd verkaufen.
Daher weiss ich auch ganz genau, dass man wiedermal einen Welpen eingeschleust hat. Ich riech sowas.
Zunächst hatte ich ja die Befürchtung, dass das einer vom Nachbarrudel ist und war dementsprechend hysterisch.
Und als die Ganymed und ich im Arbeitszimmer waren, konnten wir durch die Glastür schon das kleine Ding durch die Küche flitzen sehen.
Wir haben mega Lärm gemacht, damit der kleine Scheißer wieder abhaut und dorthin zurück geht, wo er hergekommen ist.
Aber der Kleine kam näher (!) und setzte sich seelenruhig, mit dem Rücken an die Glastür gelehnt hin.
Das gab uns die Möglichkeit, ihn geruchsmäßig genauer abzuchecken.
Man hörte uns also durch den Türspalt durchschnaufen und nach wenigen Sekunden war der Fall geklärt: es war unser Bruder!
Die Ganymed setzte sich lächelnd hin und war zufrieden (was sie ja selten ist), ich nahm wieder den Kong und forderte den Kleinen zum Spielen auf.
Herzig isser, unser Bruder Isegrim.

Isegrim, der coole

wir lauern hinter der Tür



Was zwischen Isegrim und Rasti ablief, hat man auf facebook dokumentiert.
Da ich ja nicht dabei war, übertrage ich die Schilderungen hierher:

Da der Rasti sehr fotoscheu ist und ich die Situation nicht stören wollte, gibt es leider noch keine Fotos. 
Meine Vermutung, dass der Rasti ein Nanny-Hund ist, war jedenfalls richtig. 
Gestern hatte er noch Angst vor dem fremden, kleinen Isegrim. Mittlerweile haben sich Rastis Instinkte eingeschalten.
Statt einer Begrüssung oder vorsichtigen Annäherung hat er dem Hundekind den Hintern und die Ohren geputzt. Dann hat er den Bauch massiert, damit das Hundekind aufs Clo geht.
Einfach perfekt! So etwas kann man als Mensch nicht ersetzen. Die Waffi wäre sehr stolz auf den Rasti.



Folgendes hat sich gestern wirklich so bei Rasti und Isegrim zugetragen:
Der Rasti kommt ja aus einer Tötungsstation, wo er u.a. auch Hunger litt, daher ist Fressen für ihn ein sehr zentrales Thema.
Für mich war daher klar, dass der Isegrim und der Rasti getrennt fressen werden, damit es beim Rasti zu keinem Futterneid und damit verbundenen Konflikten kommt.
Also wurde gestern getrennt gefüttert.
Der Isegrim hatte aufgegessen und durfte wieder in Rastis Zimmer. 
Der Rasti hatte seltsamerweise nicht fertig aufgegessen (macht er sonst immer) und mir war nicht ganz wohl, weil das Restfutter in Rastis Schüssel ein großes Konfliktpotential darstellt.
Sofort ging der Rasti zu seinem Schüsserl und schlabberte laut herum. Der Isegrim wurde neugierig und folgte zum Schüsserl. Da wich der Rasti zurück, damit der Isegrim essen konnte.
Er hatte ihm mit Absicht was übriggelassen, da er nicht mitbekommen hatte, dass der Isegrim bereits gegessen hatte.
Also sass der Rasti grinsend wie ein stolzer Papa neben dem essenden Hundekind und strahlte über das ganze Gesicht. Als das Hundekind fertig war, wurde es fachgerecht geputzt und anschliessend zum Spielen verpflichtet.



Dass das Hundekind aus dem Alter, wo es geputzt wird, draußen ist, hat der Rasti mittlerweile dann doch auch gemerkt und bringt ihm jetzt stattdessen das Raufen und Zerren bei.


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