Freitag, 30. Januar 2015

  Dezember 2014

Man ist also wiedermal nach England gefahren.
Gut, bin ich einverstanden.

Aber dass wir Hunde NICHT auf Urlaub fahren, das war nicht abgesprochen!!!

Gleich nachdem man abgefahren war, kam der Gaubitsch-Verwalter zu uns.
Wir dachten also, wir würden - Juhuu!!! - wieder nach Gaubitsch fahren.
Deshalb waren wir auch vorbildlichst brav und warteten artig auf die Abfahrt:

Fahren wir dann bald?

Ich muss folgendes noch vorher berichten:
Im Allgemeinen ist man mit mir extremst zufrieden. Ich werde viel gelobt, gehe artig an der Leine, mache nichts kaputt, reagiere vorbildlichst auf "Sitz" und "Platz" und bin ein ruhiger, ausgeglichener Hund. Dasselbe gilt natürlich auch für die Waffi.

Als wir aber am zweiten Tag erfuhren, dass wir nicht nach Gaubitsch fahren würden, sondern stattdessen der Verwalter bei uns zu Hause bleibt, mussten wir handeln!

Wir beriefen eine Konferenz ein und hatten nach einem kurzen brainstorming ein durchwegs effektives Konzept erarbeitet.

Unser Streik konnte beginnen...

Zunächst einmal wurden ständig alle Türen, die man öffenen kann, auch geöffnet - zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Der nächste Schritt beinhaltete die totale Verweigerung des Gehorsams: "Sitz" und "Platz" war nicht mehr möglich, die besten Leckerli konnten nichts an dieser Einstellung ändern.

Weiters wurde bei jedem Spaziergang unerträglich penetrant an der Leine gezogen.

Da wurde der Verwalter schon etwas unruhig und rief besorgt in England an (er war um unser Wohl besorgt).
Leider hat man aber in  England die Situation richtig eingeschätzt, nämlich, dass wir grantig und nicht unglücklich sind. (...da es in Gaubitsch ja auch immer bestens funktioniert hat...)

Der Verwalter wurde also instruiert, uns nicht weiter ernst zu nehmen. Wir würden uns schon beruhigen.

Da mussten wir dann also Phase 2 einleiten - die totale Zerstörung!
Ich fand einen alten Polster und ein paar Zeitungen und legte los. Das ist das stolze Ergebnis:



Auch das Diktat der Stubenreinheit wurde wieder aufgehoben.

Wir schafften es wirklich, unseren Streik während der ganzen Zeit durchzuziehen.

Nur die Calzi, die Streberin, hat sich wie immer kuschelig und brav gegeben.
Diese Verräterin!

Als man nach Hause kam, waren wir vorbildlichst artig.
Wir sassen aufgereiht da, sprangen nicht hoch und blickten erwartungsvoll auf die Reaktion.
Man reagierte gar nicht, sondern begrüsste uns ganz normal.

Ab da war die Welt für uns auch wieder in Ordnung, und der Streik beendet - und wir so vorbildlich brav wie davor.

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