Sonntag, 21. Juli 2019

20. Juli 2019

Heute hat man den Isegrim nach Gaubitsch mitgenommen. Man war neugierig, wie er im Feld der vielen Ohren reagieren würde.

Zunächst einmal hat er die lange Fahrt gut überstanden. Das finde ich jetzt blöd, weil ich jetzt der einzige und bin, dem schlecht wird.
Der Isegrim hat mir Hoffnung gemacht, beweisen zu können, dass es am Fahrstil liegt.... Seufz!

Jedenfalls ging man mit der Laufleine zum Feld der vielen Ohren.

Anbei die Fotoserie
Man betritt also mit dem Isegrim das Feld der vielen Ohren.

"Was soll da sein?"

"Hasen meinst du, oder was?"

"Aja, da drüben sind ja welche"

"Die sind aber frech, die Hasen"

"Bäh, du blöder Hase"
:
Ab da ging der Isegrim ohne Leine und empfand die Landschaft als unglaublich chillaxig.

"Boah, voll schön hier"

"Und sooo viele Tiere"

"Hach!"



Der Isegrim genießt es, den Hasen zuzusehen



"Super, da bleiben wir"

"Ideal zum chillaxen"



Man muss dazusagen, dass der Isegrim vom Typus her ein Hund ist, der sehr emotional ist und schnell nervös wird, auch wenn es intensive Chillax-Phasen gibt.
Daher hat sich der Isegrim aus Unsicherheit früher auf alles gestürzt, was sich bewegt hat.
Sich zu verstecken wurde ihm irgendwann zu peinlich, und er entschied sich dann zumeist für den Angriff.
Wenn auch nur ein Vogerl auf der Strasse war, pfiff er laut los und wollte hinlaufen.
Das wurde aber mit der Zeit immer besser, bis man von diesem Verhalten vor einigen Monaten gar nichts mehr bemerkte.
Daher wollte man heute testen, ob man Isegrims Vertrauen 100% gewinnen konnte, und er sich ganz auf das Urteil des Menschen verlässt oder ob er nervös wird und dann selbst Entscheidungen trifft.
Und man meint, dass es wirklich erstaunlich war, dass sich der Isegrim ganz der Stimmung des Menschen angepasst hat und einfach mitgemacht hat, was vorgegeben wurde - also ein gefühltes"Jöh sind die Hasen herzig" des Menschen komplett als Teamplayer ergänzt hat.
Man muss sich das vorstellen wie in einem Wolfsrudel. Da wird auch nur gejagt, wenn es bestimmt wird. Dazwischen grasen die Rehe neben den Wölfen und alles ist friedlich - sonst gäbe es lauter angenagte tote Rehe und das Wolfsrudel würde seine Energie verschwenden, wenn Mitglieder im Alleingang jagen.
Man war also unglaublich stolz auf den wölfischen Isegrim und fühlte sich sehr geehrt, dass er sich so fallengelassen hat und so extrem vertraut hat.




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